Spartipps für die Öffis in Ungarn
- Inlands-Ticket: Fahrkarten sind zwar 2007 vor allem bei der Eisenbahn teurer geworden und InterCity Züge sind im Indlandverkehr weiterhin zuschlagspflichtig, dann wurde 2009 die UST erhöht und im Februar 2010 wurde es nochmal teurer. Trotzdem kostet die Inlands-Fahrkarte noch deutlich weniger als das ermäßigte internationale "Rail Plus" Ticket mit der VorteilsCard oder BahnCard. Seit Einführung des Taktverkehrs haben Sie in Hegyeshalom und anderen Grenzbahnhöfen recht gute Anschlüsse, können dort eine Inlandskarte kaufen und mit dem nächsten Zug weiterfahren.
Nicht gestattet ist, ein Inlandsticket im internationalen Verkehr zu verwenden, z.B. in Budapest mit dem Inlandsticket nach Hegyeshalom einzusteigen und gleich weiter nach Österreich zu fahren, um beim ÖBB-Schaffner ein Ticket für den Verkehrsverbund Ostregion zu kaufen. Wer in Hegyeshalom aussteigt, darf auf dem gleichen internationalen Zug das Inlandsticket nutzen... :-)
Sopron/Ödenburg gehört übrigens zum österreichischen VOR und die dort beheimatete Raaberbahn tickt ohnehin anders als die MÁV.
- Für EU-Bürger über 65: Freie Fahrt mit Volán (Bus), MÁV (Bahn) und Stadtverkehr. Die Freifahrt wurde von der Regierung Horn im Wahlkampf eingeführt und niemand hat sich bisher getraut, sie wieder abzuschaffen. Seit dem EU-Beitritt Ungarns gilt dies für Staatsbürger aller Mitgliedsländer der Europäischen Union, da diese nicht diskriminiert werden dürfen.
- Mit der Bahn vom Flughafen in die City. Fahrpreis ca. 1 Euro, Fahrzeit gut 20 Minuten!!! Am Tourinform-Schalter im Terminal 1 bekommen Sie ein Ticket für HUF 300. Außerhalb des Terminals lassen Sie Taxis und die Bushaltestelle links liegen und folgen Sie links den MÁV-Schildern zum Bahnsteig. Dort gibt es weder Ticketschalter noch Automaten, wenn Tourinform geschlossen ist, erhalten Sie die Fahrkarte im Zug. Umgekehrt können Sie z.B. im Westbahnhof (Nyugati pu.) oder in Budapest-Zugló in einen Personenzug einsteigen, der in Ferihegy hält. Terminal 2 hat keinen Bahnanschluss. Die BKV-Linie 200E verkehrt vom Terminal 2 über Terminal 1 zur U-Bahn-Endstation Kőbánya-Kispest; je nach Ihrem Ziel in der Stadt kann sich lohnen, bei Ferihegy Terminal 1 auf die Bahn umzusteigen.
- Budapest: Netzkarte statt Einzelfahrscheine. In Budapest kann man mit einem Vorverkaufs-Fahrschein nicht von A nach B fahren, ein Fahrschein gilt grundsätzlich für eine Fahrt mit einem Verkehrsmittel - ausgenommen die U-Bahn, wo man innerhalb einer Stunde beliebig oft umsteigen darf. Es gibt vergünstigte Sammel- (10 Stück), Umsteige- (2 Fahrten) und Kurzstreckenfahrscheine (3 U-Bahn-Stationen). Mit einer Netzkarte brauchen Sie sich nicht um das komplizierte Ticketsystem zu kümmern (1, 3 oder 7 Tage - "jegy"). Zeitkarten ("bérlet") für 2 Wochen, 1 Monat oder 1 Jahr gelten neu auch für Bahn und Volán-Bus (d.h. alle Budapester Zeitkarten gelten jetzt wie die frühere "kombinierte Netzkarte").
- Hungary Card: Inhaber einer Ungarischen Tourismuskarte können vergünstigte Tickets für die Bahn (2x2 erste und zweite Klasse hin- und retour zum halben Preis und 2x33% einfach zweite Klasse), den Bus (3x50%) und das Schiff kaufen, außerdem Netzkarten für den Stadtverkehr gratis oder ermäßigt, und zahlreiche andere Vergünstigungen für touristische Angebote. Am besten, Sie kaufen die Hungary-Card gleich bei der Ankunft in Ungarn. (Der Bahnhof Hegyeshalom vertreibt die Karte derzeit nicht, Győr und Sopron schon.) Auch an Busbahnhöfen und in den Tourinform-Büros ist die Tourismuskarte um rund 25 Euro erhältlich.
- Günstig reisen mit InterRail - man kann sich Anzahl und Datum der Reisetage flexibel aussuchen, gilt für Staatsbahnen und Raaberbahn.
- MÁV START Klubkarten: Die persönlichen Start Klubkarten sind auch für ein halbes Jahr erhältlich; gratis Radticket im Juli und August, im internationalen Verkehr 25% RailPlus Ermäßigung. 1. 50% Klubkarte um HUF 34.900/Jahr bzw. HUF 24.900 für 'unter 26', Verlängerung um 5.000 ermäßigt (wie Vorteilscard, Halbtax, klassische BahnCard); nur für Privatpersonen. 2. Die Bónusz Card um 250 tHUF ist eine Ungarn-Jahresnetzkarte für die 2. Klasse, kaufen muss man lediglich die Zuschläge und ggf. den Aufschlag für die 1. Klasse. 3. Die VIP Card für 280 tHUF ist die All-Inclusive-Jahresnetzkarte für die 1. und 2. Klasse, (wie Prémium Card aber personengebunden). Die Jahresnetzkarten können auch von Firmen für Angestellte gekauft werden. 4. MÁV Start Klub PREMIUM Card für Firmen und Organisationen (viel einfacher als ein Firmenauto zu verbuchen). Gültig für die 1. und 2. Klasse, keine Zuschläge, Gratis-Platzreservierung für den IC, gratis Business Lounge am Ostbahnhof! Für netto gut 1000 Euro erhältlich ist die Premium Card bei guter Organisation für Vereine und Unternehmen die beste Option.
- Wichtigere MÁV-Ermäßigungen: Kinder bis 6 gratis, von 6-14 -67,5%. 1-2 Erwachsene mit 2 oder mehr Kindern 33%, 1-2 Eltern mit 3 oder mehr Kindern 90%. Ermäßigung für Jugendliche unter 26 gilt nur noch von Freitag 10 bis Sonntag 24 Uhr und feiertags. Freie Fahrt für EU-Bürger über 65, 20% Ermäßigung für Damen und Herren über 55. Gestaffelte Gruppenermäßigung für große Reisgruppen ab 10 Personen.
- EURegio - Special Ungarn Ticket (ÖBB/MÁV): von Wien, Graz und Wiener Neustadt mit dem EURegio in grenznahe Städte.
- Volánbusz NetPrice (kontingentierte Online-Tickets) und Bonus 10-40 (ohne Umtausch, hin und retour, je früher desto billiger)
- Orangeways ist eine private Busgesellschaft mit einem guten Service - einfaches Konzept und zum Teil unschlagbare Preise
- Unterkunft: Auf den Homepages zahlreicher Ortsgemeinden finden Sie unter Stichworten wie Turizmus, Idegenforgalom, Szállás günstige Privatunterkünfte. Professionelle Datenbanken sind weniger zielführend, da dort eher nur teure Hotels vertreten sind. Können Sie kein Ungarisch und es steht keine deutsche Info zur Verfügung, lassen Sie sich von Freunden oder spontanen Bekannten bei der Auswahl oder beim Telefonieren helfen. Oder suchen Sie die Unterkunft bei Ankunft mit Hilfe des örtlichen Tourinform-Büros aus.
- Telefon: Die Vorwahlen 20, 30 und 70 sind Mobil-Provider und Anrufe dementsprechend teuer. Kaufen Sie eventuell eine Prepaid-Telefonkarte, damit müssen Sie zwar viele Zahlen eintippen, dafür kostet das Telefonieren nur rund ein Drittel des T-Com Telefonkabinentarifs.